Handgeschriebener Notizzettel mit dem Wort „Bemühung“ auf einem Holztisch.

Herzenergie und ein Wort, das einfach blieb

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Kurz vor der Sommerpause widmeten wir unsere Strömgruppe der Herzenergie und der Zeit des Löwen.

Im Jin Shin Jyutsu ist ihr unter anderem der kleine Finger zugeordnet – und mit ihm ein Wort, das mich schon viele Jahre begleitet: Bemühung.

Ich weiß noch gut, dass ich mich am Anfang gefragt habe, warum ausgerechnet dieses Wort gewählt wurde. Ehrlich gesagt fand ich es ziemlich altmodisch. Ich hätte es am liebsten durch etwas ersetzt, das sich angenehmer anhört.

Doch das Wort blieb.

Es stand einfach immer wieder da. In Marys Büchern. Bei Kursen. Immer wieder begegnete es mir.

Irgendwann habe ich aufgehört, es verändern zu wollen, und stattdessen angefangen, ihm zuzuhören.

Als ich jetzt den Newsletter für den August schreiben wollte, war es plötzlich wieder da. Und sofort musste ich an die vergangenen zwei Wochen denken. An meine neue Website.

Fast jeden Tag habe ich daran gearbeitet. Oft bis spät in die Nacht. Immer wieder war ich zwischendurch erschöpft. Dann brauchte ich eine Pause. Manchmal bin ich eine Runde spazieren gegangen. Manchmal habe ich mich einfach hingelegt und einen Mittagsschlaf gemacht. Danach konnte ich weitermachen.

Und plötzlich war er da, dieser Gedanke:

Die Website war anstrengend. Aber sie war keine Bemühung.

Ich musste erst einmal innehalten.

Warum eigentlich?

Was ist der Unterschied?

Seitdem begleiten mich diese Fragen.

Die Website hat mich viel Kraft gekostet. Und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, mich bemühen zu müssen. Vielleicht liegt genau darin etwas, das ich erst nach und nach verstehe.

Nicht, indem ich nach einer Definition suche. Sondern indem ich aufmerksam werde für die kleinen Unterschiede.

Während ich das hier schreibe, merke ich, dass ich die Antwort noch gar nicht fertig habe.

Und das ist völlig in Ordnung.

Vielleicht geht es gar nicht immer darum, möglichst schnell Antworten zu finden. Vielleicht reicht es manchmal schon, einer Frage etwas länger Gesellschaft zu leisten.

Vielleicht ist das ja auch ein Stück Herzenergie.

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